Laufende Projekte

Sigmund-Freud-Gesamtausgabe (SFG)

Die ersten 4 Bände (“Die voranalytischen Schriften”) erscheinen im Juni 2015. Die insgesamt 23 Bände umfassende Ausgabe wird Freuds Veröffentlichungen in der Form zugänglich machen, in der sie zum ersten Mal erschienen sind. Damit ist das Unterfangen bescheiden, wenn auch nicht unwichtig: Es liefert ein weitgehend authentisches Bild davon, wie Freud seine Arbeit der Öffentlichkeit zum jeweiligen Zeitpunkt präsentieren wollte. Damit werden auch Wandlungen über die Zeit deutlich. Das scheint mir auch im Sinne Freuds zu sein, hatte er doch in einem Handbuchartikel zum Stichwort »Psychonalyse« geschrieben: »Man versteht die Psychoanalyse immer noch am besten, wenn man ihre Entstehung und Entwicklung verfolgt.«

Freud-Diarium

Seit 1989 arbeite ich an einer Dokumentation zu Leben und Werk Sigmund Freuds, die chronologisch alle datierbaren Ereignisse in Freuds Leben aufgrund veröffentlichter und unveröffentlichter Quellen erfaßt. Das Diarium wird als Band 22 (in zwei Halbbänden) der Sigmund-Freud-Gesamtausgabe (SFG) erscheinen.

Soziale Netzwerke in der Psychoanalyse

Mit Hilfe einer speziell für Netzwerkanalysen entwickelten Software (Ucinet, NetDraw) werden die Beziehungsgeflechte innerhalb verschiedener Gruppen der psychoanalytischen Bewegung untersucht. Erstes Beispiel ist die Wiener Psychoanalytische Vereinigung.

Transkription von Dokumenten zur Freud-Biographik

Im Rahmen meiner Arbeit in den Archiven des Sigmund Freud Hauses in Wien und des Freud Museums London habe ich begonnen, wichtige Dokumente zu Freuds Leben und Werk und zur Geschichte der Psychoanalyse zu transkribieren (Beispiel: Dokumente zu Freuds Geburt).

Abgeschlossene Projekte

Erfassung und Neuordnung der Freud-Archive in Wien und London

Nachdem ich 1992/1993 Supervisor eines Projekts zur Erfassung und Neuordnung des Freud-Haus Archives in Wen war, habe ich 1994 die Bestände des Archives im Freud Museum London aufgenommen. Letztere sind weitgehend online über die Homepage des Freud Museums zugänglich (Online-Zugang zum Archiv des Freuds Museums). Die Liste der Briefe und Dokumente wird ständig aktualisiert.

Freud-Ausstellung

Vom 2. bis 30. Juni 2001 fand im Fachklinikum Uchtspringe die Ausstellung Sigmund Freud: Stationen eines Lebens statt.Die Ausstellung wurde in Zusammenarbeit mit dem Freud-Museum in London vorbereitet. Sie umfasste folgende Bereiche:

  • Persönliche Gegenstände (Decke der analytischen Couch, Brille, Ehering, Mantel, Adressbücher etc.)
  • Briefe und Dokumente (Manuskripte, Notizzettel, Brief von Einstein an Freud, Briefe Freuds etc.)
  • Bücher, vornehmlich Widmungsexemplare für Freud, aber auch Erstausgaben seiner Werke  (Traumdeutung, Widmungsexemplare von C. G. Jung, Thomas Mann, Stefan und Arnold Zweig etc.)
  • Stücke aus Freuds archäologischer Sammlung (darunter Stücke aus Mesopotamien, Ägypten,     Griechenland, z.T. aus dem 3. Jahrtausend v.Chr.)
  • Photos (Highlights aus Freuds Leben von der »Wiege bis zur Bahre«)

Herausgabe der Rundbriefe des Geheimen Komitees

Gerhard Wittenberger (Kassel) arbeitet seit vielen Jahren zur Geschichte des Geheimen Komitees und hat die meisten Rundbriefe bereits transkribiert und einen Jahrgang kommentiert (vgl. auch sein Buch Das “Geheime Komitee” Sigmund Freuds. Institutionalisierungsprozesse in der Psychoanalytischen Bewegung zwischen 1912 und 1927. Tübingen: edition diskord 1995). Die Arbeit  an der Edition wurde von uns gemeinsam gemacht. Die Briefausgabe umfaßt vier Bände, die zwischen 1999 und 2006 bei der edition diskord in Tübingen erschienen sind.

Herausgabe der Freud-Biographie von Lilly Freud-Marlé

Die Nichte Sigmund Freuds hat ein 383-Seiten Typoskript einer Freud-Biographie hinterlassen. Grundlage sind ihre persönlichen Erinnerungen und Gespräche mit Freuds Frau Martha kurz nach dem 2. Weltkrieg. Erschienen ist der Band im Frühjahr 2006 im Aufbau-Verlag Berlin.